Evertracker: innovativ und doch so einfach

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evertracker.com
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Die Ausgangslage ist recht simpel: Pro Jahr gehen Millionen an Paketen und Sendungen sowie ganze Güterwagon verloren. Zählt man dann die Lieferungen dazu, die verspätet ankommen oder an die falsche Adresse gesendet werden, ist der Schaden enorm und geht in die Milliarden. In diese Lücke stößt das Hamburger StartUp Evertracker und bietet eine ganzheitliche Lösung an.

Dank innovativer Technik (eine Kommunikationsplattform + ein neuartiges GPS-Modul) können Sendungen in Echtzeit verfolgt und ganze Lieferketten optimiert werden – das bietet weltweit nur Evertracker an. Die Zielgruppe liegt im B2B-Sektor und das Einsatzgebiet ist vielfältig. Bei Diebstahl wissen Lieferant und Empfänger beispielsweise immer, wo sich das Produkt befindet.

Automatisierte Berichte kündigen unmittelbare Auslieferungen an und Produktionsketten werden so effizient sowie effektiv. Selbst wenn ein Paket nur an die falsche Etage eines Bürogebäudes geliefert wird, kann es eine Kettenreaktion auslösen, wenn alles auf den letzten Drücker geschieht. Denkbar ist auch der Einsatz in Vergnügungsparks, in denen öfter Kinder abhandenkommen. 

Evertracker präsentiert sich in Las Vegas

Ein spannender Artikel erschien bei den Kollegen vom Hamburger Abendblatt. Dort stand Geschäftsführer Marc Schmitt Rede und Antwort. Wer sich für die Thematik interessiert, dem kann ich dieses Stück Journalismus ans Herz legen. Denn grundsätzlich kenne ich das Problem. Wie oft habe ich z.B. der DHL auf Facebook schon Nachrichten geschrieben, da mein Paket nicht ankam – und bei mir waren das eher Dimensionen, die verträglich sind. Unternehmen haben deutlich mehr zu verlieren.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die Veranstaltung „Collision, die am 05. und 06. Mai in Las Vegas stattfindet. Es ist eine Tech Conference, die sich als Schwesternkonferenz von Web Summit, der größten Veranstaltung in Europa, versteht. Die Liste der Teilnehmer ist mit Jack Dorsey (Twitter), Shane Smith (Vice) oder Reed Hastings (Netflix) hochwertig.

Evertracker ist in dem erlauchten Kreis der StartUps dabei, die sich vor Ort vor 1.500 Besuchern präsentieren dürfen – insgesamt sind es im Mai über 1.000 StartUps aus über 50 Ländern. „Wenn man sich die Teilnehmer und Speaker ansieht, es ist das Who is Who der Technik-Szene“, so Zappo-CEO Tony Hsieh. Führungskräfte von Google, Facebook oder auch Microsoft sind ebenfalls vor Ort. 

Endkunden können von Evertracker profitieren

Teil dieser Konferenz ist „Collide. Hier können sich StartUps an einem Stand vorstellen und Evertracker ist dort dabei. Letztlich halte ich das Produkt für eine großartige Geschichte und ich kann mir gut vorstellen, dass viele große Unternehmen, die auf pünktliche Lieferung angewiesen sind, das Problem von verzögerter oder verlorener Lieferung kennen und Umsatzeinbußen vermeiden wollen.

Und sind wir ehrlich: Wie ärgerlich ist es, wenn ein Güterwagon falsch angehängt wird, ich als Unternehmer auf Fertigungsteile warte und keine Ahnung habe, wo sich das Zeug befindet? Auf kleiner Ebene sind die Zahlen schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass 2013 alleine 2,5 Milliarden Sendungen durch Kuriere, Expressdienste und Paketlieferanten befördert wurden.

Für Privatpersonen dürfte Evertracker allerdings zu teuer sein. Die Technik wird gemietet und der Fokus liegt eben im B2B-Bereich. Aber auch Endverbraucher dürften mittelfristig profitieren. Denn wenn keine Rohstoffe verloren gehen, alle Lieferungen zeitnah ankommen und die Fertigungsketten optimiert werden, würden die Kosten gesenkt und Produkte können günstiger angeboten werden.