Samsung Galaxy S6: Alles neu und doch …..

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Viel wurde im Vorfeld des Mobile World Congress über Samsung geredet. Das Galaxy S6 musste einschlagen, da die Zahlen des Unternehmens weiter rückläufig sind und die einstige Vormachtstellung langsam aber sicher bröckelt. Was kann es nun, das neue Flaggschiff?

Ohne das Gerät in den Händen zu halten, sind konkrete Aussagen natürlich schwer. Auch die zahlreichen Vergleiche, die momentan durch die Presse schwirren, sind irreführend – gerade wenn es um Vergleiche mit dem iPhone 6 geht. Denn sich da auf Specs zu beziehen, macht wenig Sinn. Da Android und iOS einfach nicht vergleichbar sind.

Aber fassen wir zusammen, was wir wissen. Ohne große Vorankündigung sei gesagt, dass Samsung einen besseren Job als HTC gemacht hat. Denn das One M9 ist eine leicht aufgeräumte Kopie des Vorgängers und wird wenig Kunden locken – gerade bei einem Preis von knapp 750 Euro. Da empfehle ich den Griff zum M8.

Samsung hat sich zwar nicht komplett neu erfunden, aber die Zeichen der Zeit erkannt – zumindest, wenn wir von der Optik sprechen. Das Plastik ist verschwunden, wir finden nun auf der Vorder- sowie Rückseite eine fetzige Glasplatte aus Gorilla Glas 4. Abgerundet wird es durch einen Alurahmen und insgesamt macht es einen wertigen Eindruck.

Das Galaxy S6: Das neue Flaggschiff von Samsung

Ist es nun ein Klon des iPhone 6? Ähnlichkeiten gibt es natürlich. Abgerundete Kanten, die hervorstehende Kamera und die Position der Eingänge sind einige Beispiele. Allerdings muss man sagen, dass das Galaxy S6 sicher nicht in zwei Wochen entstanden und wo findet sich überhaupt noch eine Nische, um nicht als Kopierer zu gelten?

Die Antwort ist so einfach, wenn man sich das Edge ansieht. Samsung hätte Mut beweisen und nur eine Variante des S6 auf den Markt bringen können, denn das abgerundete Display ist ein Alleinstellungsmerkmal und mir persönlich gefällt es sehr gut. Dennoch ist Samsung nun einen anderen Weg gegangen und der ist nicht schlecht.

Die Frage ist, was die Fan-Basis sagt. Der wechselbare Akku fiel weg und auch gibt es keinen micro SD Slot mehr. Da wird sich bald zeigen, ob die neue Ausrichtung Erfolg bringt. Ich persönlich kann auf einen wechselbaren Akku verzichten und wenn der interne Speicher groß genug ist, brauche ich auch keine Erweiterung – ich mag ein gepflegtes Äußeres.

Galaxy S6: Top oder Flop?

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Die drei Versionen mit 32, 64 oder 128 GB sollten reichen – allerdings kostet die größte Variante auch knapp 1000 Euro. Sehr happig für ein Handy und mir definitiv zu viel. Mal im Ernst, 1000 Euro für ein Handy ….. Aber da gehen die Geschmäcker auseinander. Was bekommt man denn abgesehen von den 128 GB für sein Geld?

Beeindruckend ist das Display. Bei 5,1 Zoll setzt Samsung auf WQHD mit 2569 x 1440 Pixeln und die Dichte liegt bei beeindruckenden 578 ppi. Hört sich toll an, aber das menschliche Auge kann da nicht mehr mithalten. Der hauseigene Exynos 7420 taktet mit 1,5, bzw. 2,1 GHz und bei einem Arbeitsspeicher von 3 GB gehört das S6 natürlich zur absoluten Oberklasse.

Meine Meinung: Zu teuer und keine Innovation

Abschließend noch ein Wort zur Kamera. Im Gegensatz zu HTC hat Samsung einen optischen Bildstabilisator mit dabei und die 16 MP-Kamera dürfte damit wesentlich bessere Bilder machen. Hört sich alles eigentlich gar nicht so schlecht an, aber muss vielleicht mit Vorsicht genossen werden.

Die Frage ist: brauche ich das S6 wirklich? Ja, die Ausstattung ist top und ja, das Design gefällt mir. Aber wie immer frage ich mich auch, wo der Mehrwert liegt. Warum sollte ich mein iPhone 5s oder mein OnePlusOne einmotten und eine solche Investition tätigen? Denn wie immer sage ich auch, es fehlt die Neuheit, die Innovation. Was meint ihr?